Immobilie: alt oder neu?

Im vergangenen Jahr erreichte der Neubau in Deutschland mit knapp 140.000 neu gebauten Wohnungen seine absolute Talsohle. Nun geht es anscheinend wieder aufwärts, so das Ergebnis einer aktuellen Emnid-Umfrage, die im Auftrag der BHW Bausparkasse Ende November veröffentlicht wurde: eine mögliche Trendwende beim Neubau?

Nur noch 40 Prozent der Deutschen würden demnach lieber einen Altbau kaufen, die Mehrheit bevorzugt den Neubau. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen fällt die Entscheidung noch deutlicher aus: 56 Prozent würden einen Neubau erwerben, nur 33 Prozent eine Bestandsimmobilie kaufen.

Das Ergebnis korrespondiert mit Schätzungen des Ifo-Instituts, das 2008 einen Anstieg der Neubau-Zahlen um 20 Prozent bis 2012 prognostizierte.

Altersgerecht wohnen bei bestem Energiestandard: Insbesondere die über 60-jährigen Deutschen wissen die Qualitäten eines Neubaus zu schätzen. Für sie sind barrierefreier Komfort, funktionale Grundrisse und technisch hochwertige Ausstattungen unverzichtbare Voraussetzungen für ein mobiles, eigenständiges Leben bis ins hohe Alter. Dabei müssen die Wohnungen nicht groß sein, weil die Kinder längst aus dem Haus sind. Wichtig ist dagegen die funktionale Raumaufteilung – sie soll dem „neuen“ Leben zuarbeiten.

Altbauten genügen diesen Ansprüchen seltener: Die Grundrisse sind oft kleinteilig und die Ausstattungen veraltet. Sie auf moderne Standards zu bringen, erfordert aufwändige Renovierungen, deren Kosten oft nur schwer abzuschätzen sind. Zusätzlich würden die neuen gesetzlichen Vorschriften zu Wärmedämmung und Energiebedarf zur Verunsicherung potenzieller Eigentümer beitragen.

Planungssicherheit zählt Für Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse liegt der neue Trend zum Neubau auch in der großen Planungssicherheit begründet. „Immer mehr Bauherren entscheiden sich für den Passivhausstandard oder ein KfW-Energieeffizienzhaus. Da wissen sie, dass ihr Haus zukunftssicher ist, und sie können die attraktiven Förderungen nutzen.“ „Zusätzlich gibt es einen Tilgungszuschuss von bis zu zehn Prozent der Darlehenssumme“, so Bernd Neuborn.

(Quelle: Quelle: BAULINKS.de/WB-Online-Readktion; Foto: © BHW/emnid /  www.baulinks.de)

Advertisements